Das Ausgangsmaterial zur Destillation - ein diffiziles Unterfangen

Bei der finch® Whiskydestillerie fängt das Bemühen um die Qualität der Rohstoffe bereits auf dem Feld an.

Bestes Saatgut, sorgsame und bodenschonende Arbeitstechniken von der Aussaat bis zur Ernte sichern neben den besonderen Anbauflächen auf der Hochebene der Schwäbischen Alb das Gedeihen des Getreides und dessen Qualität. Auch die Vielfältigkeit der Getreidearten die für den finch® Schwäbischen Hochland Whisky angebaut und verwendet werden sind etwas Besonderes. Weizen, Gerste, Dinkel und Emmer sind bislang die Rohstoffe für die finch® Schwäbischen Hochland Whiskys. Nach der Ernte beginnt der Verarbeitungsprozess zum Ausgangsmaterial für die Destillation.

Mälzen

Beim Mälzen werden die Getreidekörner zuerst in großen Bottichen rund 2-3 Tage eingeweicht. Dabei saugen sie sich mit dem für den Keimvorgang wichtigen Wasser voll. Danach wird das feuchte Korn in Räumen mit optimalem Klima ausgebreitet und unter häufigem Wenden und Durchmischen zum Keimen gebracht. Dabei wandelt sich die im Korn enthaltene Stärke und das Enzym Amylase entsteht, welches für die Aufspaltung der Stärke in Zucker verantwortlich ist. Ist das Korn aufgeplatzt wird der Keimvorgang gestoppt. Durch Erhitzung auf mehr als 70 Grad wird das Malz gedarrt.

Maischen

Das Malz ist nun bereit für das Maischen und wird erst einmal in den Getreidemühlen der finch® Whiskydestillerie grob zu Schrot gemahlen. Dieses besteht noch zum überwiegenden Teil aus Stärke. Das Schrot wird im Maisch-Behälter mit 60-70 Grad heißem Wasser gemischt und rund eine Stunde langsam umgerührt. Dabei wandelt sich die Stärke in Zucker. Das so entstandene „ Zuckerwasser“ wird dann herausgepumpt.

Gärung

Die fertige Maische wird auf 20 Grad abgekühlt um sie für die speziellen Hefekulturen, die jetzt hinzugefügt werden, verträglich zu machen. Zur Gärung wird das Gemisch in großen Edelstahltanks eingelagert. Während der alkoholischen Gärung wandeln die Hefestämme den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid. Nach 4-6 Tagen ist die Gärung abgeschlossen und die Maische hat einen Alkoholgehalt von ca. 10-12 %. Sie ist nun bereit für die kupferne Brennblase, das heißt zur Destillation.