Destillation bei der finch® Whiskydestillerie – eigenständig und besonders

Die finch® Whiskydestillerie benutzt zur Herstellung ihrer Whiskys das Pot Still – Verfahren.

Dieses wird auch als diskontinuierlich bezeichnet, da immer nur eine Maischecharge verarbeitet werden kann. Das Pot-Still Verfahren wird normalerweise nicht bei der Massenproduktion angewendet, da es recht aufwändig ist und zwischen jedem Brennvorgang die kupferne Brennblase rückstandslos gereinigt werden muss. Die Brennblase fasst bei der finch® Whiskydestillerie 3.000 l Maische. Nach der Befüllung wird durch einen Dampfmantel hocherhitzter Wasserdampf geleitet und erhitzt so die Maische. Ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius beginnt der Alkohol vor dem Wasser zu sieden. Der Alkoholdampf steigt nun in den trompetenförmigen Helm auf und wird über ein Geistrohr in die Verstärkerkolonne geleitet. Sie dient dem Kondensieren des Wassers aus den Alkoholdämpfen, der Alkoholgehalt wird entsprechend erhöht. Bei der finch® Anlage hat diese Kolonne ganze 9 Glockenböden. Damit kann in einem Brennvorgang nicht nur ein Destillat mit hohem Alkoholgehalt gewonnen werden, sondern sie bewirken auch eine besonders gute Trennung von Wasser und Alkohol.

Die Form der Brennblase und die Gestaltung der Brennblase ist dabei ebenso von großer Bedeutung und wurde deshalb mit Experten geplant und für finch® umgesetzt. Denn sie bestimmt, welche und wieviel der Öle, Fette und anderen Geschmackstoffe im entstehenden Whisky enthalten sind. Diese sind maßgeblich für den Charakter des Whiskys verantwortlich, denn der reine Alkohol ist geschmacklos.

Das Brennverfahren macht den Unterschied

Neben den hochwertigen Rohstoffen ist die Zeit und Erfahrung, die richtigen Zeitpunkte zu erkennen, eine weitere wesentliche Komponente bei der Whisky Destillation. Während die Maische kontinuierlich erhitzt wird, fällt zuerst der Vorlauf an. Dieser enthält gefährliche Giftstoffe, wie Acetaldehyd und wird bei der finch® Whiskydestillerie nicht weiterverwendet sowie entsorgt. Ein entscheidender Unterschied im Vergleich zu den sonst verbreiteten Gepflogenheiten. Es folgt der wertvolle Mittellauf der mit seinen Aromen das Herzstück des späteren Whiskys bildet. Der letzte Brennabschnitt produziert höhere Alkohole die sowohl Fusel-Alkohole aber auch noch interessante Aromen enthalten. Deshalb wird bei finch® der beste Teil dieses sogenannten Nachlaufes einem nochmaligen Brennzyklus zugeführt um diese Aromen zu gewinnen, die dann beim fertigen Whisky den Randbereich des Geschmacksspektrums bilden. Auch hier wird, im Interesse der Qualität, nicht alles verwendet. Am Ende hat der wasserklare Roh-Whisky ca. 91% vol. und man kann aufgrund der Qualität davon kosten -  ohne unangenehme „Nebenwirkungen“. Ein Ergebnis des besonderen Brennverfahrens. Zum Schluss wird der sehr hochwertige new make in Fässer abgefüllt.